Warum dieser Blog?

Als ich die 8. Klasse der Realschule von 1994 – 1995 besuchte schafften sich meine Eltern den ersten Computer für zu Hause an, einen Pentium 60 mit 450 MB Festplatte. Ich begann mich intensiv und spielerisch mit diesem Gerät auseinanderzusetzen. Damals war MS-DOS noch weit verbreitet und so unternahm ich erste Schritte in einer Komandozeile.

In der Schule im Fach Informatik programmierten wir in der Sprache COMAL. Öfter gelangen uns Schleifen die bis zum gepredigten St. Nimmerleinstag unseres Lehrers laufen würden, sofern wir es nicht schafften aus ihr auszusteigen.

Auf eine erfolgreiche Mittlere Reife folgte ein Besuch der Fachoberschule im Fachbereich Technik. Dort begannen meine ersten Reisen durch die Weiten des World Wide Web. Klassenkameraden mussten mir damals noch erklären welche den die beste Suchmaschine sei.

Nach zwei Jahren in einer Jungenklasse mit verrückten Mitschülern, die einen teilweise nervten, hänselten, aber auch ab und an einmal nett sein konnten, mehreren Parties mit Parallelklassen und vielen Stunden in Zug und Bus bei der An- und Abreise, gelang es mir mit einem abgeschlossenen Fachabitur dazustehen.

Mein Vater war seit ich denken kann leidenschaftlicher Hobbyfotograf gewesen. Über unsere Familienurlaube gab es regelmäßige Diavorträge mit ausgefeilter Überblendtechnik. Im Sommer 1999 hatte ich die Gelegenheit intensive Erfahrungen in diesem Bereich zu tätigen. Über eine Fahrt mit dem Glacier-Express von Andermatt hinauf nach Zermatt durfte ich einen Beitrag zu der diesjährigen Diashow beisteuern.

Mit der Fachhochschulreife wollte ich ein Studium beginnen, das doch bitte so wenig wie möglich mit Chemie zu tun haben sollte. Deshalb entschloss ich mich für die Fachrichtung Kartographie. In Fach Datenverarbeitung erstellten wir unsere erste Webseite händisch mit HTML. Ob ich schon CSS nutzte, kann ich nicht mehr sagen.

Eigene Inhalte veröffentlichte ich zunächst auf verschiedenem kostenlosem Webspace. Ich hatte auch eine der damals beliebten kostenlosen nic.de.vu Adressen. Da die Betreiber aber vermehrt Werbung schalteten, wurde es immer schwerer auf diesem Weg im Netz zu überleben.

So entschied ich mich Anfang des 20. Jahrhunderts für den Umstieg auf kostenpflichtiges Hosting. Dazu registrierte ich mir die Domain gipfelrouten.de. Zunächst wollte ich eine Webseite mit Beschreibungen von Wandertouren veröffentlichen. Leider fand ich keine Gleichgesinnten, die mit mir dieses Projekt gestalten wollten.

Noch einmal war ich für Studienarbeit und Diplomarbeit mit einer analogen Kamera in der Silvretta unterwegs. Jedoch bereits im Sommer 2003 war eine digitale im Reisegepäck für Kreta. Kurz darauf begann für mich das wirkliche digitale Zeitalter in diesem Bereich, da ich mir eine eigene erste Kamera, die Minolta Dimage f200 zulegte.

Nach dem Studium, es war mittlerweile 2004 geworden suchte ich ein Jahr lang nach einer Arbeitsstelle. Nebenbei engagierte ich mich intensiv für die Erstellung und den Betrieb einer eigenen Internetseite für die Leichtathletikabteilung unseres Sportvereins.

Mit der Erweiterung meines fotografischen Wissens wuchs auch meine Liebe zur Eisenbahn, die ich nun auf die Speicherkarte bannen konnte. Nebenbei begann langsam die Bildbearbeitung mehr und mehr an Bedeutung zu gewinnen.

Im Herbst 2005 verschlug es mich dann beruflich in das Allgäu. Dort widmete ich mich mehrheitlich der Landschaftsfotografie. Meine Homepage dümpelte vor sich hin. Ich fand nie wirklich das richtige Thema. Löschen wollte ich sie aber nicht.

Nur wenige Jahre später tauchten die ersten Tourenportale im Netz auf und so verlor das eigene Hosten von Tourenbeschreibungen immer mehr an Bedeutung. Da ich mittlerweile bei einem dieser Anbieter arbeitete, begann ich dort zu veröffentlichen.

Da das eigene Coden einer Webseite durch die mittlerweile zahlreich vorhandenen CMS-Lösungen sehr unpopulär geworden war, versuchte ich mich zunächst mit Joomla und später mit WordPress. Leider schaffte ich es nicht einen langlebigen Blog aufzubauen.

Lange Zeit versuchte ich einen Freund dazu zu überreden mit mir eine Webseite über unser Hobby Eisenbahn aufzubauen. Als ich glaubte es geschafft zu haben, registrierte ich die Domain bahnpirsch.de.

Alle Hoffnungen zerschlugen sich jedoch. So blieb alles beim Alten, bis auf eine weitere Domain, der ich ebenfalls kein richtiges Leben einzuhauchen vermochte. Später dann, als die DSGVO in Kraft trat, entschloss ich mich die Pforten meiner Internetseite erst einmal zu schließen und ein Leben auf Instagram zu führen.

Fast täglich postete ich ein Foto. Mit der Zeit wurde mir aber immer schmerzlicher bewusst, wie so manch einer Bilder im Stakkatomodus likte, ohne sich wirklich für die Aufnahmen zu interessieren. Das begann immer mehr zu schmerzen. Auch bot die geringe Größe der Aufnahmen keine Möglichkeit eine aufwendige Nachbearbeitung würdig zu präsentieren.

Nach einem Jahr schloss ich also mein Profil wieder und wie hätte es anders sein können, träumte ich erneut von einer tollen Homepage auf gipfelrouten.de oder bahnpirsch.de. Etliche Tests der verschiedensten CMS-Lösungen später kehrte ich doch zu einem der Platzhirsche zurück.

Nun möchte ich meine zahlreichen Fotos nicht mehr auf diversen Speichermedien verstauben lassen, sondern ihnen einen neuen Raum geben, wo sie glänzen und strahlen dürfen.

Auf meinem Blog werde ich nach und nach immer mehr meiner Aufnahmen bereitstellen und deren Geschichten erzählen. Das jeweilige Datum des Beitrags gibt die Zeit wieder zu der die jeweiligen Fotos entstanden sind.