Neues Smartphone – Systemwechsel

200418_Android
Android.

Die Entscheidung für das gewählte Gerät wurde in keinster Weise von anderen beeinflusst. Ich habe es selbst gekauft.

Wie alles begann

Als Handys noch keine Smartphones waren, nutzte ich, wie so viele zuerst ein Nokia 3210 und stieg anschließend auf Sony-Ericsson um. K770i, sowie W595 begleiteten mich für einige Zeit. Im Vergleich zu heute wurden Akkulaufzeiten erreicht, von denen wir noch immer träumen. Natürlich war das bedingt durch die Bauweise und die verfügbaren Features.

Erstes Smartphone

Der Einstieg in diese Welt begann für mich mit einem Samsung Galaxy Ace. Sehr bald reichte der interne Speicher nicht mehr aus. Auch der Prozessor geriet gewaltig an seine Grenzen. Updates von Apps waren dann nicht mehr wirklich möglich, außer es gelang mir noch irgendwo löschbares zu finden. Ich hatte mich aber in dieses kleine schnuckelige Gerät verliebt.

Upgrades

Als mir das Ace nicht mehr genügen wollte, landete ich beim Sony Xperia Z. Mit dem Altgerät versuchte sich meine Schwester noch einige Zeit. Hier hatte ich ein sehr gutes Display, aber ein doch schon recht großes Gerät. Der Trend zu immer gewaltigeren Dimensionen wurde unaufhaltsam von den Herstellern vorangetrieben. Ich wollte das aber nicht mitmachen. Daher erstand ich mir, als das Xperia keine Updates mehr bekam etwas verspätet ein Samsung S5 mini. Das alte Gerät wanderte als Dauerleihgabe an einen Kollegen. Wie damals beim Ace war ich sofort wieder hin und weg. Die Kamera lieferte sehr gut brauchbare Fotos und mit den ab und an genehmigten Denksekunden des Systems konnte ich lange Zeit gut leben.

1. Systemwechsel

Seit einiger Zeit hatte ich bereits veschiedene Apple Geräte genutzt, iBook, iMac, MacBookPro, iPad. So war es nicht verwunderlich, dass ich nach dem S5 mini auch über einen Systemwechsel beim Smartphone nachdachte. Am Ende nahm ich etwas mehr Geld in die Hand als geplant und erstand ein gebrauchtes iPhone 8. Dieses könnte ich ja nun recht viele Jahre benutzen, so dachte ich mir, aber es sollte anders kommen.

Bruch!

Im März 2020 brach das Frontglas meines iPhone. Leider geschah das auch noch an einer der ungünstigsten Stellen, am Schlitz des oberen Lautsprechers. Ich wollte es dann nicht mehr dauerhaft benutzen, denn es könten ja irgendwann Splitter komplett herausfallen.

Was nun?

Die Entscheidungen, die ich eigentlich erst in einigen Jahren treffen wollte, standen an. Was will ich nach iPhone 8?

Zunächst zog ich eine Reparatur in Erwägung. Es selbst zu versuchen verwarf ich gleich wieder, denn so würde ich im Extremfall 110 € verlieren. Es einem Händler zu überlassen kostet ebenfalls 150 € – 200 €.

Ein gebrauchtes iPhone für 200 € zu bekommen ist praktisch aussichtslos. Höchstens ein 7er oder darunter schien möglich. Für neuere Modelle ist die Reparatur sogar noch teurer, da die Geräte selbst einen höheren Originalpreis besitzen.

Ich wollte doch weiterhin nachhaltiger werden, hatte ich mir einmal geschworen, also muss ich es beim Smartphone auch versuchen, oder?

Zwei Möglichkeiten

Nach längerer Recherche blieben nur Fairphon, sowie Shiftphone übrig. Diese beiden Hersteller setzen auf Reparierbarkeit und Nachhaltigkeit in der Produktion, was für kleine Unternehmen wirklich nicht einfach ist.

Das Konzept von Fairphon gefiel mir dann aber am besten, da komplett auf verbindende Leiterbahnen verzichtet wird.

Skeptisch blieb ich, ob mir der Formfaktor und das Gehäuse aus recyceltem Plastig gefallen würden. Auch die Spezifikationen der verbauten Hardware klangen auf den ersten Blick etwas gering. Würde das ausreichen?

2. Systemumstieg

Ich liebe iOS als mobiles Betriebssystem. Ob ich das mit Android wieder schaffen würde, wusste ich nicht. Zögerlich begann ich zu bestellen. Als das Gerät schließlich vor mir lag, war ich mehr als übezeugt von der Haptik. Die ersten Schritte mit Android verliefen vielversprechend.

Googles Fangnetze

Mit Android bin ich nun natürlich wieder fest an die Datenkrake Google angebunden. Apple erschien mir immer etwas weniger hungrig. In der nächsten Zeit versuchte ich mich weitgehend wieder davon zu lösen.

Soweit möglich suchte ich mir für alle datenhungrigen Apps Alternativen, die wenige Berechtigungen benötigen. Ich importierte Kontakte und Kalender nur auf dem Gerät. Danach deaktivierte ich alle Google Apps. Bei wenigen ist es nicht möglich, oder sogar sinnvoll. Alle automatischen Synchronisierungen mit der Cloud habe ich abgestellt.

Jetzt fehlt nur noch meine Musik, die im Applekosmos über iTunes verwaltet wurde. Diese muss nun handisch für Android zusammengestellt werden, da für mich keine automatisierte Lösung funktioniert hat.

Fazit

Nachhaltigkeit geht oft einher mit dem Verlust von Bequemlichkeit. Das sollte es uns aber definitiv Wert sein, denke ich. Bildet euch euere eigene Meinung. Wollt ihr ganz sauber bleiben mit eueren Daten, so dürft ihr kein Smartphone verwenden.